BYOD-Beratung

Jede innovative Lehrkraft möchte das Potenzial der neuen Technologien im Unterricht nutzen, aber der Schule fehlt es an Geld, um die SchülerInnen mit entsprechenden Geräten auszustatten. Generell wird in Zeiten der Krise paradoxerweise im Bildungsbereich gespart. Aber gibt es einen Ausweg? Ja! Die meisten Jugendlichen verfügen zumindest über ein mobiles Gerät - einen Laptop, ein Tablet, ein Handy und dergleichen. Es wäre daher naheliegend, diese in den Schulbetrieb zu integrieren.

 

Es gibt 15 Tipps für die LehrerInnen, welche die privaten Geräte der SchülerInnen einsetzen wollen und 15 Tipps für die Schulleitung, die ihr Kollegium unterstützen wollen! 

15 Tipps für LehrerInnen

  1. Was wollen sie im Unterricht erreichen und wie können die Geräte der SchülerInnen dazu beitragen?
  2. Gibt es Schulregulative, die den Gebrauch technischer Geräte beeinflussen? 
  3. Verfügt das schuleigene W-LAN über eine entsprechende Anbindung in jedem Klassenraum, damit alle Geräte integriert werden können und ist eine entsprechende Firewall aktiv?
  4. Welche Geräte verwenden die SchülerInnen am liebsten und wie können diese in den Unterricht integriert werden? 
  5. Sind sie bereits mit den entsprechenden Apps vertraut, die sie einsetzen wollen? 
  6. Recherchieren sie sorgfältig, welche Erfahrungswerte mit der Verwendung von IKT im Unterricht bestehen: Gibt es bereits angepasste Stundenbilder, Materialien oder Leitfäden? 
  7. Planen sie die ersten Stunden sorgfältig und erwarten sie nicht, dass alles einwandfrei von Beginn an funktionieren wird. Diese Effekt tritt erst später ein! 
  8. Wie ist der Klassenraum gestaltet und beeinflusst das ihre Planung? 
  9. Hat jede/r SchülerIn ein Gerät zu Verfügung? 
  10. Gibt es SchülerInnen mit sonderpädagogischem Bedarf? 
  11. Gibt es ein Lernmanagement-System? 
  12. Verwenden sie zu Beginn nur eine kleiner Anzahl von Apps! 
  13. Halten sie technischen Support bereit und/oder wählen sie vorab jene SchülerInnen aus, die ihren MitschülerInnen und ihnen helfen können! 
  14. Haben sie Alternativ-Aktivitäten, sollte die Technik streiken? 
  15. Haben sie keine Angst vor Fehlern! Gerade zu Beginn treten sie häufiger auf!

15 Tipps für die Schulleitung

  1. Warum wollen sie eine derartige Initiative? (Leitbild, Strategie, … )
  2. Haben sie ein Finanzierungsmodell? (betrifft Ersatzgeräte und Infrastruktur) 
  3. Sind die Eltern an der Diskussion beteiligt? 
  4. Gibt es ein LehrerInnen-Team mit IKT-Champions? (Dieses unterstützt sie bei der Umsetzung) 
  5. Gibt es existierende Regelungen, wie mobile Geräte im Unterricht genützt werden dürfen? 
  6. Verfügt die Schule über eine schnelle Internetverbindung und haben sie technischen Support? 
  7. Wie ist der sozioökonomische Kontext der SchülerInnen? (Finanzierung ist davon abhängig) 
  8. Gibt es alternative Modelle der Implementierung, die für ihre Schule sinnvoller sind? 
  9. Welches Gerät können die SchülerInnen in die Schule mitbringen (jedes, spezielles, Mindestanforderungen?) 
  10. Welche Art der Implementierung wählen sie? (informell, Jahrgang, Schule?)
  11. Gibt es Strategien, um Lernressourcen zu bewerten und auszusuchen? 
  12. Bieten sie Fortbildungen für das Kollegium an? 
  13. Gibt es pädagogischen und technischen Support? (Die Innovationsschule bietet pädagogische Hilfestellung an)
  14. Lassen sie die LehrerInnen experimentieren und erlauben sie Fehler! 
  15. Überprüfen sie fortwährend die Implementierung ihrer Strategie! 

Mit diesen 15 Fragen/Tipps können sie bestmöglich starten und das Lernerlebnis der SchülerInnen deutlich verbessern. Für Fragen oder Informationstagungen steht die Innovationsschule gerne zur Verfügung! Das Kollegium und die Eltern müssen oft erst restlos überzeugt werden. Diese Anregungen entspringen einem großen, pan-europäischen Datensatz, nachdem Schulen in ganz Europa ähnliche Initiativen umgesetzt haben!