Was habe ich zur Müllvermeidung dabei?

Bierdose
Quelle: https://pixabay.com/de/bierdose-müll-umweltverschmutzung-1945151/ 19.05.2017

Wie kann ich unterwegs Müll vermeiden? Mit ein paar ganz einfachen Tipps und Tricks lässt sich der individuelle Müll unterwegs erheblich reduzieren. Niemand würde unvorbereitet auf eine Wanderung gehen, oder? Für den Umgang mit Müll, der unterwegs entsteht, gilt dasselbe. Wenn ich mir kurz überlege, in welcher Form sich „kleiner“ Müll bei mir ansammelt, kann ich mir schnell Gegenstrategien zurechtlegen. In den allermeisten Fällen spare ich dabei nicht nur Materialien, sondern auch Geld. Vorbereitung ist alles.

Unnötige Einwegflaschen

Die individuelle Bequemlichkeit fängt schon damit an, Einwegflaschen zu kaufen, damit der Durst gestillt wird. „Auf dem Weg zur Arbeit kaufe ich mir schnell ein Wasser,“ ist ein Satz, den wir oft von KollegInnen und FreundInnen hören. Es wäre ein spannendes Experiment, in einem vollen U-Bahn-Waggon zu fragen, wie viele PET-Flaschen mitgeführt werden.

Meine Alternative ist, eine Flasche aus Glas mitzuführen. Die ist waschbar, Spülmaschinen-fest und sieht mit einer Stoffhülle richtig gut aus. Es sind auch verschiedene Größen erhältlich, damit jeder Bedarf gedeckt ist. Im Fitness-Center bin ich der Einzige, der eine Glasflasche verwendet. Darüber hinaus ist Glas gesund und enthält keine Weichmacher oder Mikroplastik.

Coffee 2 go

Quelle: https://pixabay.com/de/coffee-to-go-trinkbecher-kaffee-1111445/ 19.05.2017
Quelle: https://pixabay.com/de/coffee-to-go-trinkbecher-kaffee-1111445/ 19.05.2017

Persönlich bevorzuge ich lieber meinen Fairtrade-Kaffee aus unserem Vollautomaten. Es bereitet mir Freude, die entsprechenden Bohnen auszusuchen und von der Maschine frisch mahlen zu lassen. Aber wenn es wirklich Coffee-to-go sein muss, weil es mich gerade überkommt oder ich einen Termin habe, verwende ich stets einen Coffee-Mug zum Mitnehmen. Dieser ist wasserdicht und hält die Temperatur. Ich lasse ihn befüllen und vermeide damit die unnötigen Becher aus einer Karton-Kunststoff-Mischung. Nachdem bei einigen Leuten wirklich viel Kaffee tagsüber zusammenkommt, lohnt sich dieser Schritt.

Das „Müllsackerl“ als Challenge

Natürlich gibt es von Straße zu Straße und von Bezirk zu Bezirk Unterschiede. Dennoch ist er allgegenwärtig. Der Müll! Egal, ob es sich um Zigarettenstummel, Taschentücher, Kaugummis oder um Verpackungen von Snacks handelt, der Abfall ist überall. Es stimmt mich nachdenklich, dass unsere Gesellschaft hier immer noch einen legeren Umgang mit dieser Problematik hat. Denn nur etwas in den Abfallkorb zu werfen, löst noch nicht essenziell das Problem.

Nachdem ich der Auffassung bin, wir alle sollten uns an der Nase nehmen, fange ich gleich bei mir an. und habe mir eine kleine Challenge überlegt: Ich habe immer ein kleines Papiersackerl in meiner Tasche dabei, in welchem ich meinen gesamten Tagesmüll von unterwegs sammle. Die Herausforderung ist, immer weniger Müll zu produzieren als am Vortag. Nachdem ich Allergiker (Taschentücher) und Brillenträger (Brillenputztücher) bin, ist das gar nicht so leicht und von Zero-Waste bin ich noch weit entfernt.

Fazit: So nachhaltig wie möglich!

Was habe ich in meiner Messenger-Tasche den ganzen Tag dabei?

  1. Meinen Laptop, ohne den es nicht geht
  2. 2 Notizbücher
  3. Meine Füllfeder (nachhaltig bin ich auch beim Schreibgerät) 
  4. Ein paar USB-Sticks 
  5. Mein Brillenetui 
  6. Brillenputztücher 
  7. Meine Trinkflasche aus Glas 
  8. Mein eBook-Reader für ruhige Momente 
  9. 1 Kleines Papiersackerl für meinen Müll
Zip einer Ledertasche
Quelle: https://pixabay.com/de/reißverschluss-tasche-leder-1509757/ 19.05.2017

Meine Tasche ist aus recycelten Materialien gefertigt und ist schon seit 10 Jahren meine treue Begleiterin. Sollte sie eines Tages ihren Geist aufgeben, brauche ich eine neue, vielleicht größere Tasche. Aber da muss ich noch suchen. Es geht nicht darum, die Welt zu verbessern und mit der Moralkeule vorzupredigen, was alles zu tun wäre. Mir geht es darum, meinen individuellen Beitrag zu leisten. Für mein Gewissen und für meine Nachkommen. Wenn sich andere Menschen dabei auch noch inspirieren lassen, perfekt. Aber mein Ziel ist das nicht. Überhaupt ist Nachhaltigkeit kein Ziel, sondern eine Einstellung. Es gibt immer etwas zu tun und immer Möglichkeiten, sich zu verbessern.