Artikel mit dem Tag "populismus"



20. April 2018
Ohr und Verständnis
An welchem Punkt ist es legitim, Sympathien für sogenannte StaatsverweigererInnen zu hegen? Ist es ein Ausdruck der individuellen Freiheit, sich von „seinem“ Staat bewusst abzuwenden? Wenn dieses Gebilde, das uns schützen und repräsentieren sollte, seinen Aufgaben nicht mehr nachkommt - zumindest subjektiv gesehen - wird der zivile Ungehorsam eigentlich zur Pflicht. Ich bin ein überzeugter Österreicher und Europäer. Aber ich verstehe manche StaatsverweigererInnen ...
10. April 2018
Gelber Regenschirm und mehrere schwarze Regenschirme
„Niemand besitzt die Wahrheit, daher lohnt es sich, um die Wahrheit zu streiten.“ (Stuart Mill) Mit einem Satz hat der britische Philosoph Stuart Mill das Wesen der Demokratie beschrieben. Freie Meinungsäußerung und der faire Kampf der Argumente zeichnen unsere aufgeklärte Gesellschaft aus. Ich habe diesen Satz kürzlich in einem packenden Buch gelesen und habe mich gefragt, ob sich unsere Demokratie tatsächlich an diese Prinzipien hält.
19. Februar 2018
Donald Trump als Wordcloud
Das Massaker in Florida macht nachdenklich. Können wir mit einem Land kooperieren, dass unsere Werte, so wir uns darauf einigen können, mit Füßen tritt? Die Zahl der Menschen, die durch Waffen in Privatbesitz sterben, ist in keinem Land so groß wie in den USA. Ein vernünftiger Mensch hätte längst die Reissleine gezogen und den Besitz von Waffen unter schwerere Auflagen gestellt. Aber das ist nicht die einzige Baustelle der USA.
15. Februar 2018
Schwarz-Weiß Gesicht
Aus der Bildung kommend hat mich diese Meldung verwundert. Die aktuelle Bundesregierung will über 4.000 neue PolizistInnen einstellen. Nachdem ein Gutteil der BeamtInnen in den nächsten Jahren in Pension geht, sind das 2.100 zusätzliche Planstellen. Es wird wieder deutlich, dass die Verteilung der Mittel in einer Demokratie eine Frage der politischen Priorität ist. Der Aspekt der Gesellschaft, der wirklich die Sicherheit erhöht und das friedliche Miteinander fördert, ist die Bildung.
20. Januar 2018
Globus
Bisher organisierten wir die demokratische Vertretung durch Wahlen. KritikerInnen werden zu Recht behaupten, diese Art der Auswahl wäre aristokratisch. Vielleicht gibt es eine bessere Möglichkeit und wir haben diese bereits andernorts implementiert. Ich denke vor allem an eine Strategie, den Populismus und die Machtversessenheit zu umgehen.
16. Oktober 2017
Mann steht auf Straße
Nach der Wahl geht es um eine vorsichtige Analyse. Vor einiger Zeit habe ich einen Schweizer Beitrag auf 3Sat gesehen. In diesem wurde Österreich schon als rechte Bastion Europas bezeichnet. Mir bereitet eine ganz andere Entwicklung Sorgen. Wir können darüber reden, dass es in Österreich eine Mehrheit rechts der Mitte gibt. Aber wesentlicher ist, dass Stimmungsmache und Emotionen wichtiger geworden sind, als konkrete, zukunftsrelevante Konzepte und Antworten.
11. September 2017
Zwei Schachfiguren - eine liegt
Was wir in der Schule lernen, bestimmt unser späteres Leben nachhaltig. Zum 16. Jahrestag der Terroranschläge in New York beschäftigt mich die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten in der Schule ganz besonders. Was haben wir aus den schrecklichen Bildern und Erfahrungen gelernt? Haben wir überhaupt etwas gelernt? Und worauf legen wir bei der Bildung unserer Kinder Wert?
12. August 2017
Endlosschleife
Vor zwei Nächten habe ich auf 3-Sat zufällig die Nachrichten aus der Schweiz gesehen. Es war nach 2 Uhr morgens und was ich sah, ließ mich nicht schlafen. Ich wurde an eine politisch schwierige Zeit erinnert, die sich wiederholen könnte. Die Schweiz, den meisten von ihnen nicht gerade als sozialistischer Modellstaat ein Begriff, sieht Österreich innerhalb Europas nach - Zitat - „weit rechts außen“ driften. Stein des Anstoßes waren die letzten Umfragen.
15. Juli 2017
Schülerin bei ihrer Arbeit
Im letzten November zeigten mir SchülerInnen, wie man sich unvoreingenommen der Politik nähert. Im Vorfeld der österreichischen Präsidentschaftswahl sahen einige SchülerInnen des BG/BRG Klosterneuburg eine Diskussion der beiden Kandidaten, bewerteten sie anhand von Fragebögen und fällten danach ihre rationale Entscheidung. Sie waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahlberechtigt, doch demonstrierten sie, wie man sich der Politik verantwortungsvoll nähert. Wir könnten uns davon etwas abscheiden.
27. Juni 2017
Mann denkt nach
Im Herbst wählen wir einen neuen Nationalrat und die politischen Parteien Österreichs bringen sich schön langsam in Stellung. Personell und vereinzelt auch inhaltlich. Als studierter Politikwissenschafter verfolge ich die Szene interessiert und versuche, nach objektiven Kriterien meine Wahlentscheidung zu treffen. Die Entscheidung dieses ist Jahr alles andere als leicht. Zu sehr erweckt die heutige Politik den Eindruck, sich mehr von aktuellen Meinungen als von Prinzipien leiten zu lassen.

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