Artikel mit dem Tag "Partei"



15. Februar 2018
Schwarz-Weiß Gesicht
Aus der Bildung kommend hat mich diese Meldung verwundert. Die aktuelle Bundesregierung will über 4.000 neue PolizistInnen einstellen. Nachdem ein Gutteil der BeamtInnen in den nächsten Jahren in Pension geht, sind das 2.100 zusätzliche Planstellen. Es wird wieder deutlich, dass die Verteilung der Mittel in einer Demokratie eine Frage der politischen Priorität ist. Der Aspekt der Gesellschaft, der wirklich die Sicherheit erhöht und das friedliche Miteinander fördert, ist die Bildung.
02. Februar 2018
Artillerie
Sätze wie „irgendwann ist es genug“ sind ein Ausdruck eines latenten Antisemitismus in unserem Land, der eigentlich keinen Platz haben sollte. Ganz besonders nicht eingedenk unseres historischen Erbes. Das Aufkommen der Gesangspraktiken der Burschenschaft Germania zeigt ein systemisches Problem, das Ausdruck einer nie vollzogenen Aufarbeitung unserer Geschichte ist. Diese Aufarbeitung beginnt mit der Einsicht, dass Österreich primär nicht Opfer, sondern Mittäter des NS-Regimes war.
29. Januar 2018
Fenster und Tür
Unser Land ist wie ein großes Haus mit vielen Fenstern. Blickt man aus einem hinaus, sieht man einen Teil der Wirklichkeit. Die Aufgabe der Demokratie ist, möglichst viele dieser Blickwinkel zusammenzufassen. Natürlich gibt es einige Fenster, durch die wir nie wieder blicken sollten, wenn wir die Geschichte richtig interpretieren. Die Aufgabe der politischen VertreterInnen einer Demokratie ist, möglichst viele Blickwinkel zu kennen und ihre Moral an höheren Maßstäben zu messen als an Gesetzen.
20. Januar 2018
Globus
Bisher organisierten wir die demokratische Vertretung durch Wahlen. KritikerInnen werden zu Recht behaupten, diese Art der Auswahl wäre aristokratisch. Vielleicht gibt es eine bessere Möglichkeit und wir haben diese bereits andernorts implementiert. Ich denke vor allem an eine Strategie, den Populismus und die Machtversessenheit zu umgehen.
24. Oktober 2017
EU-Flagge mit fehlendem Stern
Dass wir ein gespaltenes Verhältnis zur Europäischen Union haben, ist schon lange zu beobachten. Unsere VolksvertreterInnen nehmen hier eine sehr widersprüchliche Haltung ein, zumal sie über europäische Agenden abstimmen, aber auf nationalstaatlicher Ebene gewählt werden müssen. Was bisher unterschätzt blieb, ist die Rolle der Parteien, die zwar ein europäisches Pendant haben, aber unter einer strukturellen Identitätskrise leiden, wenn es um Europa geht.
08. Oktober 2017
Wahlurne
Dass in unserer Republik in den meisten Fällen auch die Skandale großkoalitionär aufgeteilt werden, wurde in der letzten Woche mal wieder bestätigt. Ich möchte gar nicht mehr darauf eingehen, weil ich diese ewigen Schuldzuweisungen nicht mehr hören kann. Als Staatsbürger stelle ich mir nur die Frage, worüber ich eigentlich abstimme. Der Zug, dass PolitikerInnen integer sind, ist längst abgefahren. Die Verantwortung von uns BürgerInnen bleibt.
30. August 2017
Gesicht und Erwartungen
Mich stört es, wenn unsere politischen VertreterInnen Birnen auf Tannenbäumen versprechen (Abwandlung eines polnischen Sprichworts, Anm.). Aber noch mehr stört mich, wenn die Funktionsweise unserer Demokratie nicht verstanden wird. Mir ist das in der Vergangenheit bei PolitikerInnen verschiedener Parteien aufgefallen und aktuell bei jener, die in Österreich die Umfragen anführt. Und jedes Mal weise ich darauf hin. So auch dieses Mal.
25. August 2017
Zapfhahn
Verbot oder Update? Wer übernimmt die Kosten und werden die AutofahrerInnen benachteiligt? Ich selbst habe ein Dieselfahrzeug. Mein Vater trat es mir ab, weil er nicht mehr fährt. Würde ich mir einen Diesel zulegen? Nein! Die Diskussion um Diesel-Fahrzeuge verdeutlicht nur, dass wir früher oder später auf Alternativen zu den klassischen Verbrennungsmotoren setzen müssen.
20. Juli 2017
Österreichisches Parlament
Im Alltag werden sie oft „die Sozis“, „die Roten“ oder „die Sozialisten“ genannt. Für innovationsschule.at Grund genug, kurz die bewegte Geschichte der SPÖ zu beleuchten. Vielleicht werden sie danach manche Bezeichnungen aus ihrem Sprachgebrauch verbannen. Für eine differenzierte Analyse der zur Wahl stehenden Parteien im Oktober, möchte ich mich den Parteien wie in der Schule nähern. Nämlich über die Geschichte.
19. Juli 2017
Wir sind schnell dabei, mit dem Finger auf Andere zu zeigen. Es müssen diese und jene Grundsätze befolgt werden und bevor wir selbst etwas tun, sollen die Anderen einmal machen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Vielleicht ist es eine zutiefst menschliche Haltung, die in Österreich auf die Spitze getrieben wird. Doch vielleicht sollten wir zunächst vor der eigenen Haustüre kehren.

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