Artikel mit dem Tag "Politik"



23. Februar 2018
Patronen
Mit seinem aktuellsten Vorschlag zementiert Donald Trump seine Ahnungslosigkeit und sein fehlendes Verantwortungsgefühl. Als Reaktion des letzten Amoklaufs/Massaker an einer Schule sollen LehrerInnen Waffen verpasst werden. Diese Maßnahme ist so sinnvoll wie die Strategie, Feuerwehrfrauen und -männern Streichhölzer und Benzin zur Brandbekämpfung zu geben. Dabei spielt Trump mit der Sicherheit und der Zukunft der Kinder und vermittelt das falsche Bild.
19. Februar 2018
Donald Trump als Wordcloud
Das Massaker in Florida macht nachdenklich. Können wir mit einem Land kooperieren, dass unsere Werte, so wir uns darauf einigen können, mit Füßen tritt? Die Zahl der Menschen, die durch Waffen in Privatbesitz sterben, ist in keinem Land so groß wie in den USA. Ein vernünftiger Mensch hätte längst die Reissleine gezogen und den Besitz von Waffen unter schwerere Auflagen gestellt. Aber das ist nicht die einzige Baustelle der USA.
18. Februar 2018
Anzünden einer Zigarette
Ist ein Privileg der Freiheit, zu rauchen und andere Menschen einzuschränken oder gar zu schädigen? Abends nachhause zu kommen, die Haare und Kleidung vom abgestandenen Rauch zu befreien und den Geruch des Ungesunden herunter zu waschen, bevor man zu Bett geht, sollte ab der Mitte des Jahres endgültig der Vergangenheit angehören. Dass es eigentlich um den Schutz der ArbeitnehmerInnen geht, scheint bei der Widerrufung des geplanten Gesetzes ebenso egal zu sein, wie die unzähligen Studien.
15. Februar 2018
Schwarz-Weiß Gesicht
Aus der Bildung kommend hat mich diese Meldung verwundert. Die aktuelle Bundesregierung will über 4.000 neue PolizistInnen einstellen. Nachdem ein Gutteil der BeamtInnen in den nächsten Jahren in Pension geht, sind das 2.100 zusätzliche Planstellen. Es wird wieder deutlich, dass die Verteilung der Mittel in einer Demokratie eine Frage der politischen Priorität ist. Der Aspekt der Gesellschaft, der wirklich die Sicherheit erhöht und das friedliche Miteinander fördert, ist die Bildung.
12. Februar 2018
Facebook-Icon auf Smartphone
Handelt es sich um die letzten Atemzüge eines sozialen Netzwerks, das uns jahrelang prägte? Erleidet Facebook ein ähnliches Schicksal wie zuvor MySpace oder StudiVZ? Auf die sinkende Zeit, die seine BenützerInnen mit dem sozialen Medium verbringen, reagiert dieses mit weniger Neuigkeiten, die für viele Menschen interessant sein könnten. Leidtragende sind Zeitungen, Fernsehshows und Blogs wie dieser. Als Nutzer von Facebook frage ich nach dem effektiven Mehrwert.
09. Februar 2018
Frau rauft sich die Haare
Wenn der Pragmatismus die Emotionen des Wahlkampfes in einen Schleier der Ernüchterung hüllt, findet man sich in der großen Koalition in Deutschland wieder. Gemäß des Mottos „Die Dinge werden nie so heiß gegessen wie sie gekocht werden“ arbeiten plötzlich jene zusammen, die unter keinen Umständen kooperieren wollten. Dass die SPD als Siegerin im Poker um Posten von vielen JournalistInnen wahrgenommen wird, dürfte trotzdem nur ein schwacher Trost sein.
02. Februar 2018
Artillerie
Sätze wie „irgendwann ist es genug“ sind ein Ausdruck eines latenten Antisemitismus in unserem Land, der eigentlich keinen Platz haben sollte. Ganz besonders nicht eingedenk unseres historischen Erbes. Das Aufkommen der Gesangspraktiken der Burschenschaft Germania zeigt ein systemisches Problem, das Ausdruck einer nie vollzogenen Aufarbeitung unserer Geschichte ist. Diese Aufarbeitung beginnt mit der Einsicht, dass Österreich primär nicht Opfer, sondern Mittäter des NS-Regimes war.
29. Januar 2018
Fenster und Tür
Unser Land ist wie ein großes Haus mit vielen Fenstern. Blickt man aus einem hinaus, sieht man einen Teil der Wirklichkeit. Die Aufgabe der Demokratie ist, möglichst viele dieser Blickwinkel zusammenzufassen. Natürlich gibt es einige Fenster, durch die wir nie wieder blicken sollten, wenn wir die Geschichte richtig interpretieren. Die Aufgabe der politischen VertreterInnen einer Demokratie ist, möglichst viele Blickwinkel zu kennen und ihre Moral an höheren Maßstäben zu messen als an Gesetzen.
20. Januar 2018
Globus
Bisher organisierten wir die demokratische Vertretung durch Wahlen. KritikerInnen werden zu Recht behaupten, diese Art der Auswahl wäre aristokratisch. Vielleicht gibt es eine bessere Möglichkeit und wir haben diese bereits andernorts implementiert. Ich denke vor allem an eine Strategie, den Populismus und die Machtversessenheit zu umgehen.
13. Januar 2018
Mikrofon
„Früher zählte das Erreichte, heute reicht das Erzählte.“ Bisher hat es den Anschein, als ginge die angestrebte Politik der neuen Bundesregierung in diese Richtung. Es ist schwer, den Wald vor lauter Bäumen der Rhetorik zu sehen. Denn offenbar ist den PolitikerInnen heute bewusst, dass sie nur für Botschaften gewählt werden, die einfach sind und von möglichst vielen Menschen verstanden werden. Nicht die Haltung, sondern die Kommunikation steht im Vordergrund.

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