LehrerInnen belohnen?!

Winner
Quelle: https://pixabay.com/de/gewinner-trophäe-mann-geschäft-311358/ 23.02.2017

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Leistung ausgezeichnet werden sollte. Unseren Kindern verpassen wir bereits sehr früh Noten zwischen 1 und 5. Wir klassifizieren damit ihre Leistung und sie lernen, die gesamte Schulzeit entlang dieser Noten zu denken. Meiner bescheidenen Meinung nach, beginnt die Benotung der SchülerInnen in einem zu frühen Alter. Zwar besteht jetzt die Möglichkeit, in den ersten drei Schulstufen alternativ zu bewerten, doch bleibt abzuwarten, wie viele Schulen tatsächlich davon Gebrauch machen werden. Doch der Leistungsgedanke betrifft weitestgehend nur die SchülerInnen. Die Leistung der LehrerInnen wird zumeist nicht ausreichend honoriert. 

Engagement der LehrerInnen ist wünschenswert

Wie oft habe ich während meiner Vorträge, Besuche und Projekt-Kooperationen gehört, dass die Arbeit der jeweiligen Lehrkraft nicht ausreichend honoriert, wenn schon nicht vergütet wird? Denn bei der Bezahlung gibt es tatsächlich keinen Unterschied zwischen einer engagierten und einer nicht engagierten Lehrkraft - zumindest im öffentlichen Schulsektor. Doch wie initiiert man noch mehr Engagement unter den LehrerInnen? Sie sind die zentralen AkteurInnen in der Klassenraum-Interaktion. Sie sind für die pädagogische Interaktion verantwortlich und planen die Schulstunde nach ihren Möglichkeiten. Als Eltern vertrauen wir unsere Kinder den LehrerInnen an. Ich möchte, dass meine Tochter in den besten Händen ist, damit ihr Potenzial gefördert wird. 

Innovationen antreiben durch den Leistungsgedanken?

Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität sollte jedenfalls Transparenz gegeben sein. Das ist die Basis. Darauf aufbauend gibt es zwei Möglichkeiten zur Verbesserung der Unterrichtsqualität. Einerseits ist die anvisierte Autonomie des Schulstandorts ein erster Schritt. Der Direktion werden mehr pädagogische Freiheiten gegeben und das LehrerInnen-Kollegium kann selbst zusammengestellt werden.

Andererseits sollten LehrerInnen, die positiv herausstechen, entsprechend belohnt werden. Am besten natürlich finanziell. Hierfür wären Fortbildungen über den Pflichtumfang hinaus, die Einführung neuer Unterrichtsmethoden oder das Halten von Vorträgen gute Parameter. Eine wesentliche Schwierigkeit dürfte allerdings sein, eine faire und transparente Bewertung der Lehrkraft zu finden. Aber würde dies auf die Beine gestellt werden, wäre das für die Entwicklung des Unterrichts sehr interessant. 

Fazit: Wenn sich Leistung lohnen sollte!

Feedback
Quelle: https://pixabay.com/de/rückmeldung-stellungnahme-kunde-1977987/ 23.02.2017

Oft hören wir den Satz: „Leistung muss sich lohnen.“ Im Schulkontext ist dieser Satz natürlich etwas differenzierter zu betrachten. Wenn sich Leistung lohnen soll, dann fairerweise für alle Beteiligten, oder? Zwischen engagierten und weniger engagierten SchülerInnen wird unterschieden. Es werden Noten verteilt, die das widerspiegeln sollen. Bei uns Erwachsenen gibt es ähnliche Reward-Systeme. Am einfachsten wäre Engagement natürlich über die Bezahlung zu belohnen. Wenn ich an Internetplattformen denke, wird auch alles und jede/r bewertet. Das hat einen indirekten Effekt auf den Umsatz. Ich kann Hotels, meinen Arzt, Restaurants, Geschäfte oder das Kundenservice meines Mobilfunkbetreibers bewerten. Bei LehrerInnen ist ein derartiges System natürlich etwas schwieriger umzusetzen, aber Feedback sollte dennoch gegeben werden. Vielleicht fällt jemandem noch ein faires und transparentes Reward-System für Lehrkräfte ein …