Nachhaltige Mode - gibt es so etwas?

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Quelle: https://static.pexels.com/photos/12628/pexels-photo-12628.jpeg 04.05.2017

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Man könnte sagen, ich lebe es weitestgehend, sehe mich aber noch immer mit alltäglichen Herausforderungen konfrontiert. Müll wird getrennt, logisch. Er wird sogar vermieden, wenn es geht. Shampoo-Flaschen z.B. verwende ich schon lange nicht mehr. Im Supermarkt ärgere ich mich darüber, dass die Bio Fairtrade-Bananen in Plastik eingepackt sind, und die „normalen“ lose angeboten werden. Bei der Mode habe ich eine typisch männliche Haltung. An mir verdient die Modeindustrie nichts. Meine Jeans und Shirts trage ich, bis sie nichts mehr gleichschauen. Aber Nachhaltigkeit geht viel weiter.

Die soziale Frage

Wir leben in einer Zeit des Überangebots. Heutzutage ist es möglich, Konsumgüter aus aller Welt mit einem Mausklick zu finden und liefern zu lassen. Doch was hinter unseren Konsumgütern steckt, fragen wir uns selten. Wie sieht es mit der Bezahlung von Näherinnen aus, die unsere Mode kostengünstig anfertigen? Welchen gesundheitlichen Risiken sind sie bei der Fertigung der Sneakers, die wir so gerne tragen, ausgesetzt. Im Geschäft fluchen wir über überhöhte Preise und wissen nichts über die sozialen Fragen dahinter. Wenn wir also schon mehr ausgeben als früher, könnte es doch gleich fairer sein, oder?

Eine Frage der Verwendung

Ich möchte gleich einen grundsätzlichen Denkfehler aus dem Weg räumen. Genauso, wie die beste Energie jene ist, die wir nicht verbrauchen, ist es am nachhaltigsten, Mode lange zu besitzen und nicht nach einer Saison auszusortieren. Trends wiederholen sich, weshalb es praktisch sein kann, unsere Lieblingshosen des Jahres aufzubewahren. Doch wenn wir etwas Neues brauchen, könnten wir auf faire Produkte Wert legen. Im Übrigen gilt das für alle Konsumgüter.

Faire Sneaker können cool aussehen

Sneaker
Quelle: https://static.pexels.com/photos/17465/pexels-photo.jpg 04.05.2017

Meine Frau trägt mittlerweile faire Sneaker, die auch noch richtig cool aussehen. Stilistisch sind sie an die bekannten Converse angelehnt, aber bequemer und fair. Ich bekomme für diesen Artikel kein Geld und erwähne sie trotzdem. Es handelt sich um Schuhe der Firma Ethletic. Eine wunderbare Idee eines fairen und ethischen Schuhs. Sie sind bio, vegan und fair, was die Bezahlung der ArbeiterInnen in der Produktionskette betrifft. Und ja: Sie sehen richtig gut aus - also soweit ich das als Mann einschätzen kann. Aber wenn das meine bessere Hälfte ähnlich sieht, kann ich nicht so falsch liegen.

Fazit: Nicht lange und auch ich steige um!

Bei qualitativ hochwertigen Lederschuhen vertraue ich seit mittlerweile 18 Jahren einem österreichischen Hersteller aus dem Waldviertel. Damit bleibt die Wertschöpfung im Lande. Sneaker bietet er leider nicht an, weshalb ich bisher im Sommer auf nicht nachhaltige Schuhe aus Fernost zurückgriff. Jetzt kann der ethische Aspekt beim Kauf ruhigen Gewissens abgehakt werden. Wenn ich also Bedarf habe, meine Schuhe für den Sommer zu erneuern - aktuell brauche ich das noch nicht - greife ich auf diesen Anbieter zurück. Übrigens werden diese Schuhe auch von einem kleinen Geschäft bei mir in der Nähe vertrieben, weshalb ich mir die Transportkosten spare und ein regionales Geschäft fördern würde.

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Axel Zahlut
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