Der Urlaubseffekt

Strohschirm
© Axel Zahlut

Wie hole ich am meisten aus meinem Urlaub heraus? Ich wähle sehr genau, wann ich auf Urlaub fahre und mir einige Tage der Erholung gönne. Um dafür zu sorgen, dass der Erholungseffekt lange andauert, habe ich ein paar Strategien entwickelt. Und das Thema Nachhaltigkeit kommt bei mir, wie könnte es anders sein, keinesfalls zu kurz.

Urlaub fängt im Kopf an

Es gelingt mir zwar nicht immer, aber nach Möglichkeit achte ich darauf, dass ich schon in den Urlaubsmodus schalte, wenn ich meine Reise an den Ort des Begehrens antrete. Reise ich mit dem Flugzeug, bin ich spätestens am Flughafen im Urlaubsmodus und fahre ich mit dem Auto, spätestens, wenn ich einsteige. Egal, wie ich reise, hetzen lasse ich mich nach Möglichkeit nicht.

Es fängt schon damit an, dass ich am Tag des Urlaubsantritts keine neuen Emails von Berufswegen her schreibe und mein Smartphone auf lautlos stelle. Den Schreibtisch hinterlasse ich aufgeräumt, sodass ich nach dem Urlaub voller Tatendrang ans Werk gehen kann. Absolute Pflicht ist für mich, dass ich einen Roman meines Lieblingsschriftstellers als Urlaubsliteratur mitnehme.

Vor Ort

Traunsee bei Sonnenuntergang
© Axel Zahlut

Am Urlaubsort angekommen, achte ich vor allem auf die kleinen Dinge. Mit einem sehr kleinen Kind, fällt das manchmal leichter. Dann ist eine schön blühende Blume genauso interessant wie beispielsweise der Geruch des Meeres. Gerne stehe ich auch am Balkon meines Hotelzimmers und atme tief ein, um das Meer zu riechen. Bei den Speisen versuche ich, regionale Spezialitäten zu finden. Buffets in Hotels sind meistens derart variantenreich, dass die Speisen, welche die Gäste gewohnt sind, serviert werden.

Doch der Urlaub spiegelt sich für mich auch im Essen wider. Vielleicht finde ich etwas, das ich zu Hause nicht kochen würde. Nachdem ich mit meiner Tochter mittlerweile sehr früh aufstehen muss, genieße ich auch den Zauber des Morgens. Wenn noch alles ruhig ist, sich die Sonne über den Horizont, das Meer und die Bäume kämpft und vereinzelt ein paar Möwen oder Grillen zu hören sind. Und wenn unsere Hündin während der ersten Runde des Tages ihre Geschäfte erledigt, atme ich ganz bewusst tief ein. Auf diese Weise komme ich schon entspannt und mit guter Laune zum Frühstück und starte auf dem richtigen Fuß in den Tag.

Eine Frage der Einstellung

Geht es Ihnen nicht auch oft so? Sie kommen aus ihrem lange ersehnten Urlaub zurück und fragen sich nach ein paar Wochen, wo der Urlaubseffekt geblieben ist. Meine Strategie ist hier, dass ich mir die Zeit nehme, mich wieder an die schönen Momente der Entspannung zu Erinnern. Eines meiner größten Hobbys ist die Fotographie. Nach einem Urlaub fasse ich üblicherweise meine Fotos in einem Album zusammen.

Nachdenklicher Affe
Quelle: https://pixabay.com/de/tier-affe-schwarz-clever-gesicht-17474/ 06.09.2017

Auf diese Weise können wir die Fotos, wann immer uns danach ist, bewundern und uns vor Augen führen, wie entspannt wir waren. Das Urlaubsgefühl kann ich so etwas länger transportieren. Außerdem bin ich ein Fan davon, die jeweiligen Fotos ausgedruckt in Händen zu halten und ein Fotoalbum/Fotobuch ist dafür eine wunderbare Option. Das Thema Nachhaltigkeit gehe ich ähnlich wie zu Hause an. Natürlich trenne ich meinen Müll, verwende auch im Urlaub meine Haar- und Körperseifen und lasse das Auto stehen. Zu Fuß entdeckt man sowieso mehr …

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